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Mulley und Walde bei Hassfurther

Oskar Mulley, Kapelle im Gebirge

Der Höhepunkt des Schaffens Oskar Mulleys und Alfons Waldes, die beiden vor dem ersten Weltkrieg in Wien studierten, fällt in die Zeit von 1928 bis 1935. Die Gebirge Mulleys, der unter dem Einfluss von Rudolf Jettmar stand, sind in mosaikartiger lebendiger Spachteltechnik gemalt und wogen zumeist mit dramatischer Wucht. Die Höfe, Häuser, Kapellen auf seinen Bildern ragen hoch in kühner, zeitloser, wehrhafter Einöd (locus desertus in montibus). Aber auch kleinformatige charakteristische Bergbauernhöfe im Sommerlicht mit schönen kräftigen Farben erfreuen das Auge.

Waldes ausgereifter Formenkanon dagegen gewinnt in jener Zeit an Tiefe, Rhythmus und Plastizität, die Kontraste sind stark, die Farben differenziert und leuchtend. Die Bilder strahlen eine zeitlose klassische Ruhe aus und zählen zu den besten und ansprechendsten Werken der Neuen Sachlichkeit. Mit den ausgewogenen, auf einfache Linien und notwendige Formen reduzierten Schneebildern, auf denen z.B. der rote Schifahrer zur Spannung, zur Vertiefung der Raumes hineingestellt ist, gilt Walde mit Recht als der beste Schneemaler des 20. Jahrhunderts.

Mulley und Walde waren in allen bedeutenden Zwischenkriegsausstellungen Österreichischer, Tiroler und Deutscher Kunst vertreten, und wurden mit Egger-Lienz und Nikodem von der Kunstkritik hervorgehoben.

Pflege der Werke durch den Kunsthandel nach 1945:

Dem Auktionshaus Hassfurther ist nur ein nennenswerter Mulley-Verkaufskatalog (19 Ölgemälde) aus den 1990er Jahren bekannt. Man kann daher von keiner kontinuierlichen Pflege des Werkes ausgehen. Andererseits durch den großzügigen Verstand der Tochter des Malers Walde wurde der Kunsthandel in ausreichendem Maße mit Werken versorgt. Nur so konnte sich ein Walde-Markt mit kontinuierlichen Preissteigerungen entwickeln und bekam dadurch letztlich eine unaufhaltsame Eigendynamik.

Die Galerie Hassfurther veranstaltete 1977 die erste Verkaufsausstellung in Wien, die erste überhaupt nach 1945: „Alfons Walde - Der Expressionist, Der Maler der Tiroler Berge, Der Erotiker“

Die höchsten Auktionsergebnisse für Landschaftsbilder von Walde und Mulley:

Galerie Hassfurther 2003
Walde. Aufstieg der Skifahrer
Öl auf Leinwand
49 x 77 cm
512.400 Euro

Galerie Hassfurther 2009
Mulley. Kapelle im Gebirge
Öl auf Leinwand
75,3 x 125,1 cm
64.260 Euro

Artprice.com listet bei Gemälden von Mulley 296 Auktionsergebnisse, von Walde 464.

Standorte der Mulley-Sammlungen: Tirol, Süddeutschland, Österreich, Südtirol
Standorte der Walde-Sammlungen: Weltweit

Wolfdietrich Hassfurther ersucht um Informationen und Unterlagen für ein zu erstellendes Werkverzeichnis über Oskar Mulley. Strikte Diskretion und Observanz werden zugesichert.

Quelle: © Galerie Auktionshaus Hassfurther

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