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Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Das Belvedere widmet sich Fritz Wotrubas legendärem Wiener Kirchenbau und zeigt, das sich trotz des Brutalismus die Gedanken himmelwärts bewegen

Geschockt!



Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

„Die Kirche muss drei Voraussetzungen erfüllen: Wenn man vor ihr steht, muss man geschockt sein, damit man sich überhaupt mit ihr befasst. Wer geschockt ist, ist schon nicht mehr gleichgültig. Sie muss innen licht und hell sein, damit man sich zu Gott erheben kann. Sie soll schon von weitem aussehen wie eine nicht zu erschütternde Burg. Wie ein Bollwerk gegen die Gleichgültigkeit der Menschen.“ Auf die Vorstellungen der Initiatorin Margarethe Ottillinger antwortete der Bildhauer Fritz Wotruba: „Ich werde etwas gestalten, das zeigt, dass Armut nicht hässlich sein muss, dass Entsagung in einer Umgebung sein kann, die trotz größerer Einfachheit schön ist und auch glücklich macht.“ Das Ergebnis war die am 24. Oktober 1976 geweihte, sogenannte „Wotruba-Kirche“ im Wiener Stadtteil Mauer. 45 Jahre danach widmet das Wiener Belvedere dieser Architekturikone des Brutalismus unter dem Titel „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“ erstmals eine eigene Ausstellung.


Nach sieben Jahren russischer Lagerhaft wollte die gläubige Wiener Unternehmerin Margarethe Ottillinger (1919-1992) ein Zeichen setzen. Ab 1964 begannen erste Planungen für eine Klosterkirche des für seine strenge Askese bekannten Karmelitinnenordens. Die Entwürfe des nicht-katholischen Bildhauers Fritz Wotruba provozierten eine derart heftige Ablehnung, dass das für die Gemeinde Steinbach bei Wien vorgesehene Klosterprojekt 1969 scheiterte. Bereits 1970 war ein neues Grundstück gefunden. Weithin sichtbar nahe der Stadtgrenze auf dem Georgenberg konnte der Bau 1974 starten. Unterstützt vom Architekten Fritz Gerhard Mayr erlebte der im August 1975 verstorbene Wotruba die Vollendung nicht mehr.

Der für seine von archaischer Strenge geprägten, in blockhafte Grundstrukturen zerlegten Skulpturen berühmte „Meister der Vereinfachung“ erschuf mit der Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit einen gewaltigen Bau aus über hundert scheinbar chaotisch stehenden und schwebenden Betonquadern und -kuben. Im Inneren setzt sich das Schlichte und Grobe fort. Kalt und nüchtern, ohne hierarchische Ordnung schuf Wotruba einen offenen hellen Raum; das Licht dringt durch die großen Spalten zwischen den Betonblöcken ein, die voll verglast sind. Wo der Raum beginnt und aufhört, bleibt unklar. Alle, auch jene, die nur vorübergehen, sollen zur innen versammelten Gemeinschaft gehören.

Zahlreiche Modelle, Zeichnungen und Pläne stellen in der Schau im Belvedere 21 die formale Entwicklung und letztendliche Gestaltung des Bauwerks vor. Dies geschieht in enger Einordnung ins gesamte Œuvre des Künstlers, der sich mit der Zeit mehr und mehr zu einer Verschmelzung von Architektur und Skulptur in der Form von Skulpturarchitekturen aus gebauten Blöcken hinbewegte. Ergänzend kommen Vergleichsbeispiele skulpturaler Architektur von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart hinzu, die den Wiener Kirchenbau in einen internationalen Kontext von Le Corbusier bis Günther Domenig stellen. Die Kuratorin Gabriele Stöger-Spevak thematisiert zudem die kontroverse öffentliche Debatte zum Kirchenbauprojekt im Mai 1968, nachdem Wotruba seine Entwürfe für das Karmelitinnenkloster in der Wiener Galerie nächst St. Stephan präsentiert hatte, und unterzieht die Legenden- und Mythenbildung im Zusammenhang mit dem Kirchenbau einer kritischen Prüfung.

Archiskulpturale Arbeiten von Richard Serra, Max Bill, Aurélie Nemours und Hans Hollein weisen auf die Verbindungen Wotrubas zu anderen Künstlerinnen und Künstlern durch seine Beschäftigung mit Figur, Architektur und Raum hin. Die ungebrochene Faszination dieses Kirchenbaus machen in der Ausstellung Arbeiten junger Kunstschaffender deutlich. Exemplarisch dafür stehen Thomas Draschans Experimentalfilm zur Wotruba-Kirche von 2014, Evy Jokhovas interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Architektur des Sakralbaus von 2016/17 und Aglaia Konrads filmische Betrachtung „Wotruba Wien“.

Die Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“ ist bis zum 13. März 2022 zu sehen. Das Belvedere 21 hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren ist er frei. Der Katalog zur Ausstellung kostet im Belvedere 19,80 Euro. Die Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit am Ottillingerplatz 1, 1230 Wien, hat samstags von 14 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags 9 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Belvedere 21 - Museum für zeitgenössische Kunst

Arsenalstraße 1

AT-1030 Wien

Telefon:+43 (01) 795 577 00

Telefax:+43 (01) 79 557 136



15.05.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


15.04.2021, Fritz Wotruba - Die Kirche in Wien-Mauer

Bei:


Österreichische Galerie Belvedere

Kunstsparte:


Architektur

Kunstsparte:


Skulptur

Stilrichtung:


Brutalismus

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem
 Georgenberg in Wien-Mauer, Ende September / Anfang Oktober 1975
Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, Ende September / Anfang Oktober 1975

Variabilder:

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer,
 1974-1976
Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Variabilder:

Fritz Wotruba, Kloster mit Kirche, 1967
Fritz Wotruba, Kloster mit Kirche, 1967







Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, Ende September / Anfang Oktober 1975

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, Ende September / Anfang Oktober 1975

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Fritz Wotruba, Kloster mit Kirche, 1967

Fritz Wotruba, Kloster mit Kirche, 1967

Fritz Wotruba, Modell der Kirche des Karmelitinnenklosterprojekts in Steinbach bei Wien, 1967

Fritz Wotruba, Modell der Kirche des Karmelitinnenklosterprojekts in Steinbach bei Wien, 1967

Fritz Wotruba mit Dohle Hansi in seinem Atelier, 1967

Fritz Wotruba mit Dohle Hansi in seinem Atelier, 1967

Fritz Wotruba, Skizze zu einer Architektur, 1966

Fritz Wotruba, Skizze zu einer Architektur, 1966

in der Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“

in der Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“

in der Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“

in der Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“

in der Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“

in der Ausstellung „Wotruba. Himmelwärts. Die Kirche auf dem Georgenberg“

Fritz Wotruba, Modell der Altarleuchter, 1967

Fritz Wotruba, Modell der Altarleuchter, 1967

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976

Fritz Wotruba, Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, 1974-1976




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