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Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann

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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Elina Brotherus, Portrait Series (Gelbe Musik with Sunflowers), 2016

Elina Brotherus, Portrait Series (Gelbe Musik with Sunflowers), 2016

Elina Brotherus in Bremen

Die Weserburg in Bremen widmet Elina Brotherus ihre erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum. Die 1972 in Helsinki geborene Fotografin ist für ihre Selbstportraits bekannt. In fast allen Arbeiten ihrer tagebuchartigen Serien, Landschaftsaufnahmen und situativen Stimmungsbilder taucht die Künstlerin selbst auf. Dabei nutzt Brotherus diverse Kunstkonzepte des 20. Jahrhunderts und übersetzt sie in ihre eigene Sprache. Die Bremer Schau mit ihren 40 Fotografien und zwei Videoarbeiten lenkt den Fokus auf ihre selbstreflexiven Arbeiten und Werkgruppen, die seit 2016 entstanden sind.



Kurator Ingo Clauß schreibt, dass Elina Brotherus ihre überraschenden Bilderfindungen mit souveräner Leichtigkeit und skurrilem Humor entstehen lässt. Einerseits will sie die Möglichkeiten der Fotografie neu ausloten, andererseits prüft und aktualisiert sie Konzepte früherer Künstler und bezieht sich etwa auf Handlungsanweisungen für Performances und Partituren der internationalen Fluxus-Bewegung der 1960/70er Jahre. Dann inspirieren sie auch John Baldessaris eigenwillige Kunstideen, die er für seine Studierenden entwickelt hat: „Disguise yourself as another object – a tree maybe. Or becoming a tree. A big bird?“ Aus der Serie zu Baldessari lichtete sich Elina Brotherus zum Beispiel als Sonnenblume ab: Sie steht mit einer gelben Plastiktüte über dem Kopf inmitten eines blühenden Feldes der Pflanzen.

Im 2018 geschossenen „Disobedience“ arbeitet die Fotografin mit Valie Export zusammen. Die Finnin sitzt auf einem Stuhl und trägt ein weißes T-Shirt mit dem Aufdruck „Stand Up“, während ihre österreichische Kollegin neben ihr steht und sich ein schwarzes T-Shirt mit dem Text „Sit Down“ angezogen hat. Hier bezieht sich Elina Brotherus auf Exports 1989 entstandenes Werk „Stand up. Sit down“. Ein nachdenklicher Ton durchzieht die Serie „Sebaldiana. Momento mori“. Verloren und winzig erscheint die blonde Künstlerin inmitten des weiß gedeckten Speisesaals in „Hôtel de Sebald 2“ von 2019. Diese auf Korsika entstandene Serie folgt den Spuren des 2001 verstorbenen Schriftstellers Winfried Georg Sebald. Brotherus begibt sich an seine dortigen literarischen Schauplätze und sitzt etwa melancholisch und einzig von einem kleinen Dackel begleitet auf dem Bett des Hotelzimmers.

Die Ausstellung „Elina Brotherus. Why Not?“ läuft bis zum 21. Februar 2021. Die Weserburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend, am 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr geschlossen. Bis 29. November läuft die Eintrittsaktion „Zahl, solange Du bleibst“: 1 Euro pro 10 Minuten und maximal 9 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 29,90 Euro.

Weserburg – Museum für Moderne Kunst
Teerhof 20
D-28199 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 59 83 90
Telefax: +49 (0)421 – 50 52 47


27.10.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Albert Trachsel, L’île des arbres en fleurs (Traumlandschaft), um 1912/13

Albert Trachsel, L’île des arbres en fleurs (Traumlandschaft), um 1912/13

Der Symbolist Albert Trachsel in Solothurn

Das Kunstmuseum Solothurn entdeckt den Maler, Zeichner und Aquarellisten Albert Trachsel wieder. Passend zu seinem symbolistischen Hauptwerk entschieden sich die Kuratoren Robin Byland und Christoph Vögele dazu, die Retrospektive Trachsels in der ursprünglichen Galerie-Etage des 1902 erbauten Museums zu präsentieren. Zu sehen sind Traumlandschaften, kosmische Themen, Bergbilder, Selbstporträts und Stillleben, die Trachsel in für ihn charakteristischen kräftigen und strahlenden Farben darstellte. Die Schau vereint rund 100 Exponate aus allen Schaffensphasen des Künstlers und knüpft an die letzte Einzelausstellung an, die 1984/85 im Musée d’art et d’histoire Genf, im Kunstmuseum Solothurn sowie in der Städtischen Galerie Freiburg i.Br. zu sehen war.



1863 in Genf geboren, studierte Albert Trachsel Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Sein Frühwerk ist durch eine zeichnerische Gegenüberstellung realer und erfundener Architekturmotive in der Schau vertreten. In Paris besuchte der Künstler die École des Beaux-Arts, trat Ende der 1880er Jahre in den Kreis der Symbolisten ein und lernte unter anderen Auguste Rodin, Paul Gauguin und Paul Verlaine kennen. 1892 stellte Trachsel zusammen mit Ferdinand Hodler und Félix Vallotton am ersten Rosenkreuzer-Salon seine Fantasiearchitekturen „Fêtes réelles“ aus. Die aquarellierten Entwürfe dieser Arbeit seien ein besonderer Höhepunkt seines Schaffens, da die darin sichtbare Fantastik und Tiefgründigkeit den Ausgangspunkt für Trachslers internationale Wiederentdeckung böten, so die Kuratoren.

1901 kehrte der Künstler nach Genf zurück und sattelte dort auf die autodidaktisch erlernte Ölmalerei um. Von 1905 bis 1914 widmete er sich seinen großformatigen symbolistischen Traumlandschaften, die als sein Hauptwerk gelten, etwa „L’île des arbres en fleurs“ um 1912/13 mit einem flächigen Regenbogenmuster. Die Kuratoren stellen den symbolistischen Landschaften die Selbstbildnisse und Stillleben wie „Oranges et citrons“ um 1914 gegenüber, die eine expressive Palette und Trachsels Nähe zur Moderne spiegeln. Die frühen fantastischen Architekturzeichnungen stehen im Kontrast zu den naturalistischeren, jedoch noch stark idealisierten Landschaften am Ende seines Schaffens. Der letzte Saal ordnet Trachsel in sein künstlerisches Umfeld ein, zu dem unter anderem Alexandre Perrier, Cuno Amiet oder Giovanni Giacometti gehörten. Die Arbeiten unterstreichen Trachsels große Bandbreite an Themen, wie auch an künstlerischen Stilen. Dafür steht etwa das frühe Aquarell „Der Blitz“, in dem der Künstler die Komposition auf ein abstraktes diagonales Muster herunterbrach.

Die Ausstellung „Albert Trachsel (1863-1929): Eine Retrospektive“ ist bis zum 7. Februar 2021 zu sehen. Das Kunstmuseum Solothurn hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog zu 46 Schweizer Franken im Verlag Scheidegger & Spiess.

Kunstmuseum Solothurn
Werkhofstrasse 30
CH-4500 Solothurn

Telefon: +41 (0)32 – 624 40 00
Telefax: +41 (0)32 – 622 50 01


27.10.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Marian Goodman gibt ihre großzügigen Räume in London auf

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Marian Goodman schließt Dependance in London

Nach sechs Jahren gibt Marian Goodman aufgrund des Brexit und der Corona-Pandemie ihren Standort in London auf. Dies teilte die renommierte Galerie mit Stammsitz in New York Ende letzte Woche mit. Am Jahresende soll mit der Ausstellungstätigkeit im Stadtteil Mayfair Schluss sein. Die 92jährige Goodman erklärte, dass diese Entscheidung auf den Brexit und die zukünftig weniger wichtige Rolle Großbritanniens innerhalb des EU-Marktes zurückzuführen sei. Durch die Pandemie hätten zwar Online-Verkäufe zugenommen, jedoch bremse das Virus den persönlichen Kontakt aus. Für London sei in Zukunft eine „flexiblere Ausstellungsstrategie“ unter dem Titel „Marian Goodman Projects“ geplant. Ein Team soll vor Ort bleiben und die Arbeit mit Londoner Kunden und Künstlern aufrechterhalten.



Ihre Galeriestandorte in New York und Paris versteht Marian Goodman als „starke Präsenz“. So sei Paris seit 25 Jahren der Knotenpunkt für Aktivitäten in Europa. In einem Interview mit der Zeitschrift Art News sagte die Galeristin, dass der Brexit die Rolle von London in der internationalen Galerieszene verändert habe. Diese hätten keine Wahl und wären gezwungen, in Städte der Europäischen Union zu wechseln. Gerade Paris sei in den letzten Jahren zu einem globalen Zentrum zeitgenössischer Kunst aufgestiegen.

Ihre ersten Erfahrungen im Kunsthandel sammelte Marian Goodman seit 1965 mit einem eigenen Geschäft für Künstlereditionen, Multiples und Bücher. 1977 eröffnete sie dann die Marian Goodman Gallery, 1995 kam Paris als weitere Dependance hinzu. Marian Goodman vertritt Künstler wie Maurizio Cattelan, Gerhard Richter, Nan Goldin, Thomas Struth, Tacita Dean, Steve McQueen, Giuseppe Penone und Julie Merehtu und die Nachlässe von John Baldessari oder Chantal Akerman.


27.10.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 27.10.2020

Elina Brotherus in Bremen

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Der Symbolist Albert Trachsel in Solothurn

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Marian Goodman schließt Dependance in London

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Birgit Brenner in Wolfsburg

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